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Herausgespülter Gullydeckel: Auto überschlägt sich
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Das Unwetter im Vogtland ist dem Fahrer eines Transporters zum Verhängnis geworden. Der Starkregen hatte am Freitagabend in Netzschkau einen Gullydeckel ausgehoben. Nach Polizeiangaben vom Samstag sah der 35-Jährige das zu spät und fuhr mit dem Hinterrad seines Fahrzeugs in das Loch. Dadurch überschlug sich der Wagen, an dem infolge des Unfalls ein Totalschaden in Höhe von 25 000 Euro entstand. Der Fahrer hatte Glück im Unglück: Laut Polizei blieb er unverletzt.
Fünf Schwerverletzte bei Verkehrsunfall in Schwarzenberg
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Bei einem Verkehrsunfall sind in Schwarzenberg im Erzgebirgskreis fünf Menschen schwer verletzt worden. Weil er auf regennasser Straße vermutlich zu schnell unterwegs war, kam nach Angaben der Polizei ein 31-Jähriger in der Nacht zum Samstag mit seinem Auto von der Fahrbahn ab. Anschließend prallte der Wagen erst gegen einen Schild, dann gegen einen Lichtmast sowie in der Folge gegen einen Baum und blieb im Straßengraben liegen, wie es weiter hieß. Der Fahrer sowie vier weitere Insassen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren erlitten schwere Verletzungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Der 31-Jährige stand nach Polizeiangaben unter Alkoholeinfluss. Im Atemalkohol seien 0,62 Promille gemessen worden. Wegen der starken Beschädigungen musste die Feuerwehr den Lichtmast entfernen. Laut Polizei entstand ein Gesamtschaden von rund 20 000 Euro.
Auto prallt in Kirchberg gegen Straßenmast - 19-Jährige schwer verletzt
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Eine Autofahrerin ist in Kirchberg (Landkreis Zwickau) gegen einen Mast und einen Baum geprallt und hat dabei schwere Verletzungen erlitten. Sie wurde am Freitagabend im Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden, wie die Polizei in Zwickau am Sonnabend mitteilte. Anschließend wurde sie mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die 19 Jahre alte Frau war aus bisher ungeklärter Ursache mit ihrem Wagen von der Straße abgekommen. (dpa)
Neuer OB von Crimmitschau lässt Ideenbox installieren
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Am Crimmitschauer Rathaus gibt es jetzt eine Ideenbox. Es ist ein Briefkasten, der von Einwohnern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung rege genutzt werden soll. Das jedenfalls wünscht sich der neue Oberbürgermeister André Raphael. Er hatte beim Markfest letzte Woche die Crimmitschauer dazu aufgerufen, sich aktiv am Stadtleben zu beteiligen. Die Ideenbox ist für Verbesserungsvorschläge und Anregungen gedacht. Sie wird regelmäßig geleert.
Tausende feiern Stadtfestauftakt mit Stereoact und JBO im Regen
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Das 16. Zwickauer Stadtfest ist eröffnet. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß gab Freitagabend mit dem traditionellen Faßbieranstich den offiziellen Startschuss für die Sause. Danach heizten die Jungs von Stamping Feet den Besuchern richtig ein. Nach ihrer Show sorgte ein heftiger Gewitterguss für eine kurze Zwangspause. Für das DJ Duo Stereoact war das Wetter aber eine Steilvorlage: Mit zehn Minuten Verspätung eröffneten die beiden Erzgebirger ihren Auftritt auf der Hauptmarktbühne mit dem Song "Der Himmel reißt auf". Auch die Fans ließen sich von weiteren kurzen Regengüssen nicht abschrecken, und der Hauptmarkt blieb während der Show prall gefüllt. Den Schlusspunkt setzte am Freitag die Fun-Metal-Band JBO. Am Samstag um 14 Uhr wird das Muldeparadies wieder zum Anziehungspunkt für Familien mit vielen Mitmachangeboten und buntem Programm. Außerdem wartet auf der Bühne am Hauptmarkt mit den Lochis um 20 Uhr das nächste Stadtfest-Highlight auf Besucher. Und: Auch im Domhof und auf dem Kornmarkt gibt es wieder viel Programm.
Spanien: Polizei vermutet organisierte Terror-Zelle
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Barcelona (dpa) - Die Terrorattacken in Spanien waren nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht das Werk von Einzeltätern, sondern einer organisierten Islamisten-Zelle.

Die Ermittler ordneten der mutmaßlichen Terrorgruppe am Freitag drei Vorfälle zu: Den schweren Anschlag mit einem Kleintransporter auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas, bei dem am Donnerstag 13 Passanten getötet wurden, einen vereitelten Angriff in der Küstenstadt Cambrils und die Explosion in einem Wohnhaus in der Ortschaft Alcanar.

Der mutmaßliche Haupttäter von Barcelona ist Medienberichten zufolge tot. Er sei unter den fünf Terroristen gewesen, die in der Nacht zum Freitag rund 100 Kilometer südlich in Cambrils erschossen wurden, berichteten die Zeitung «El País» und andere spanische Medien am Abend unter Berufung auf Polizeikreise. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht. Vier weitere mutmaßliche Terroristen wurden festgenommen. Den Anschlag im Herzen Barcelonas reklamierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich.

Unklar war bis zum Freitagabend, ob sich unter den Todesopfern auch Deutsche befinden. Fünf Opfer seien noch nicht identifiziert, sagte ein Vertreter der katalanischen Regionalregierung bei der Ankunft von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Barcelona. Damit sei auch noch nicht auszuschließen, dass Deutsche unter den Toten seien, fügte er hinzu.

Nach Angaben des Außenministeriums in Berlin wurden 13 vorwiegend junge Leute aus Deutschland verletzt. Unter den verletzten Deutschen befänden auch eine deutsch-griechische Familie sowie mehrere Einzelpersonen und Mitglieder zweier Jugendgruppen.

Die Tat erinnerte an einen ähnlichen Terrorakt vor fast genau acht Monaten auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche, als der 24-jährige Tunesier Anis Amri einen Lastwagen in eine Menschenmenge steuerte. Augenzeugen berichteten, in Barcelona sei der Fahrer eines weißen Lieferwagens mit etwa 80 Stundenkilometern in die Menge auf den Las Ramblas gerast. Ein Tourist sagte, der Fahrer sei Zickzack gefahren, «um ein Maximum an Fußgängern zu erwischen». 13 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt.

Nur Stunden später wurde im Badeort Cambrils eine Frau von fünf flüchtenden Terroristen getötet. Die Gruppe stand nach Angaben der Polizei kurz davor, einen ähnlichen Anschlag wie in Barcelona zu verüben. Die Männer hätten jedoch die Flucht ergriffen, als sie mit ihrem Auto von der Polizei gestoppt wurden. Die Verdächtigen seien davongerast und hätten Passanten angefahren, hieß es. Dabei wurden sieben Menschen verletzt, eine Frau starb später.

Bei dieser Polizeiaktion soll auch der Fahrer des Tatfahrzeugs in Barcelona getötet worden sein, wie Medien ohne Nennung eines Namens oder von Einzelheiten berichteten.

Die Sicherheitskräfte hatten zuvor mitgeteilt, sie fahndeten nach einem 17-Jährigen mit dem Namen Moussa Oukabir als Haupttäter. Er soll seinem älteren Bruder dessen Pass gestohlen und damit den Transporter angemietet haben, mit dem Anschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas verübt wurde. Ob Moussa Oukabir auch der Fahrer des Transporters war, war unklar.

Die Polizei vermutet, dass die Terroristen ihre Attacken schon seit längerer Zeit in dem 10 000-Einwohner-Ort Alcanar südlich von Tarragona vorbereitet haben, wo sich am Mittwoch die Explosion in dem Wohnhaus ereignet hatte. Dabei hatte es einen Toten gegeben. Am Freitag wurde dort spanischen Medienberichten zufolge eine zweite Leiche gefunden. In dem Gebäude sollen nach Informationen der Zeitung «El Pais» etwa 20 Gasflaschen gelagert worden sein. «Alles begann in Alcanar», titelte das angesehene Blatt. Die Polizei gehe davon aus, dass der Terrorzelle etwa zwölf Mitglieder angehörten.

In Ripoll 100 Kilometer nördlich von Barcelona, in Cambrils und im nochmals weiter südlichen Alcanar nahm die Polizei bis Freitag vier mutmaßliche Terroristen fest. Keiner von ihnen sei bis dahin durch terroristische Aktivitäten in Erscheinung getreten.

Am Ort des Terroranschlags von Barcelona kam es am Freitagabend zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen rechten Demonstranten und Passanten. Die Demonstranten tauchten am Abend unweit der Einmündung des Rambla-Boulevards zur Plaça Catalunya auf. Sie trugen Flaggen mit dem Symbol der Identitären Bewegung sowie Transparente mit Aufschriften wie «Defend Europe» und «Stop Islamization of Europe». Eine Menschenmenge stellte sich ihnen entgegen und rief lautstark «Faschisten raus aus unseren Stadtvierteln!».

Wegen der Demonstrationen konnte Bundesaußenminister Gabriel dort nicht der 13 Todesopfer gedenken. Er und der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hatten auf der Flaniermeile Las Ramblas am Freitagabend Blumen niederlegen wollen.

Die katalanischen Rettungsdienste teilten mit, die Opfer der Anschläge von Barcelona und Cambrils stammten vermutlich aus 34 Ländern. Die Zahl sei vorläufig. Wie viele Opfer aus welchem Land stammen, war noch ungewiss.

Seit vergangenem Sommer war es in Europa wiederholt zu Anschlägen mit Fahrzeugen gekommen. Im Juli 2016 raste ein Attentäter mit einem Lkw in Nizza in eine Menschenmenge. 86 Menschen starben. Beim Anschlag mit einem gekaperten Laster auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurden im Dezember 2016 zwölf Menschen getötet. Im Frühjahr 2017 gab es zudem tödliche Attacken mit Fahrzeugen in London und Stockholm.

Nach dem islamistischen Anschlag von Barcelona einigten sich Union, SPD, Linke, Grüne und FDP auf leichte Einschränkungen beim Wahlkampf. Bei den Veranstaltungen werde am Freitag und Samstag auf laute Musik verzichtet, zudem werde es Gedenkminuten geben, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin gut fünf Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagte, auch in einer politischen Auseinandersetzung sei es «wichtig, dass die Demokraten ein klares Signal der Geschlossenheit geben.»

Barcelona gedachte der Opfern mit einer Schweigeminute. Auf der berühmten Plaça de Catalunya versammelten sich am Freitag um 12 Uhr unter anderem auch König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie zahlreiche weitere Politiker und Behördenvertreter.